Das Naturschutzgebiet Lyngemadssjön – ein Juwel in Småland, das es zu entdecken gilt
Willkommen im Naturschutzgebiet Lyngemadssjön – einem Ort, an dem der Hauch der Geschichte auf stilles Wasser, uralte Kiefern und die stille Gegenwart der Natur trifft. Hier, tief in den Wäldern Smålands, erstreckt sich ein 165 Hektar großes Naturschutzgebiet – nur drei Meilen südlich von Jönköping. Für alle, die einen erholsamen Ausflug in die Natur ohne den Lärm der Kinder suchen, bietet der Lyngemadssjön ein einzigartiges Erlebnis. Und das Smålandstorpet ist der perfekte Ort, um sich während Ihres Aufenthalts wie zu Hause zu fühlen.
Erfahren Sie hier mehr über das Naturschutzgebiet Lyngemadssjön.
Eine Landschaft, die von der Zeit geprägt ist
Der Lyngemadssjön selbst ist das Ergebnis einer Stauung des Hästgångsån, die um 1950 vorgenommen wurde. Der nährstoffarme, von Humusstoffen gefärbte See schimmert braun und birgt sowohl Geschichte als auch biologischen Reichtum. In der Mitte des Sees ragen kleine Inseln wie Felsvorsprünge empor, einige davon über zehn Meter hoch. Auf ihnen wachsen windgepeitschte Kiefern – einige davon sind bis zu 300 Jahre alt. Die ruhige Oberfläche spiegelt nicht nur die Bäume wider, sondern auch eine vergangene Zeit.
Die stillen Bewohner des Waldes
Das Naturschutzgebiet ist ein Eldorado für Naturliebhaber. Der alte Nadelwald beherbergt eine Vielzahl von Vogelarten: Hier nisten der Eistaucher, der Fischadler, die Strandläufer und die Krickente. In den Sommermonaten tauchen Watvögel wie der Glanzschnäpper und der Waldwasserläufer auf, um am See Rast zu machen. Es ist eine lebendige, stimmungsvolle Landschaft – ganz ohne Gedränge oder Stress.
Für alle, die Pilze schätzen, gibt es hier eine ganze Welt zu entdecken. Auf dem Weg hinauf zum Damm wachsen weiße Tufpilze – schön, aber giftig. Zu den faszinierendsten Pilzen der Gegend zählen der Zontaggsvamp und der Skrubbtaggsvamp, die zur braunsporigen Gattung Hydnellum gehören. Diese Stachelpilze weisen auf das Vorhandensein alter, schützenswerter Wälder hin. Vielleicht findest du einen Pilz, der rote Tropfen blutet, wenn du darauf drückst – ein Geheimnis im Kleinen.
Ein Weg, dem man folgen kann
Im Naturschutzgebiet gibt es einen etwa 2,5 Kilometer langen Wanderweg, der sich durch abwechslungsreiches Gelände schlängelt – Wald, Moor und Seeufer. Er hat genau die richtige Länge für einen Nachmittagsspaziergang und bietet viele Gelegenheiten, innezuhalten, der Stille zu lauschen, den Duft des feuchten Waldes zu genießen und zu beobachten, wie das Licht durch die Fichten und Kiefern fällt.
Im Herbst verwandelt sich die Gegend in eine farbenprächtige Postkartenlandschaft. Gelbe Blätter vor dem Hintergrund dunkelbrauner Moorlandschaft und die glitzernde Oberfläche des Sees schaffen ein harmonisches Bild, das sich auf einem Foto nicht angemessen wiedergeben lässt. Das muss man vor Ort erleben.
Die Geschichte von der Kammer des Schuhmachers
Nicht weit vom Lyngemadssjön entfernt, in der Schlucht, in der sich der Hästgångsån unter großen Felsblöcken hindurchschlängelt, befindet sich ein Ort, der „Skomakarens kammare“ genannt wird. Es handelt sich dabei nicht nur um ein Naturphänomen, sondern auch um einen Ort mit einer Geschichte.
Einer alten Sage zufolge lebte hier ein Schuhmacher aus Ödestugu – ein friedliebender Mann, der einfach nur seiner Arbeit nachgehen und Neuigkeiten aus dem Dorf erfahren wollte. Doch dann kam der Krieg. Während eines der vielen Konflikte zwischen Schweden und Dänemark, irgendwann zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert, wurden die Männer zum Kampf einberufen. Der Schuhmacher, der Angst hatte, einberufen zu werden, beschloss, unterzutauchen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Er versteckte sich in der Schlucht, in einer der Höhlen am Hästgångsån, wo er sich von Fisch, Wild und Holz aus dem Wald ernähren konnte. Niemand wusste, wohin er verschwunden war, bis er eines Tages, als die Kirchenglocken das Ende des Krieges verkündeten, ins Dorf zurückkehrte. Sein Versteck wird noch heute „Skomakarens kammare“ genannt.
Es gibt auch eine alternative Erzählung – eine noch tragischere Variante –, in der der Schuhmacher nicht vor dem Krieg, sondern vor einer Seuche floh. Vielleicht vor dem Schwarzen Tod. Er überlebte als Einziger, während die gesamte Gegend davon heimgesucht wurde, und der Name „Ödestugu“ soll seinen Ursprung in diesem verhängnisvollen Ereignis haben.
Ein Ort voller Kraft – im wahrsten Sinne des Wortes
Der Lyngemadssjön ist nicht nur schön, sondern birgt auch ein Stück Technikgeschichte. Der See ist aufgestaut, und über eine Wasserleitung mit einer Fallhöhe von 22 Metern wird das Wasser zu einem Kraftwerk am Ostufer des Hoksjön geleitet. Dort wird die Energie der Wasserkraft in Strom umgewandelt.
Einmal – im Herbst 1962 – brach die Dammbefestigung, und eine Flutwelle fegte durch die Landschaft. Ganze Bäume wurden mitgerissen, Straßen überflutet und alte Gasthäuser drohten zu verschwinden. Es war ein dramatisches Ereignis, das in der Erinnerung der Region bis heute lebendig ist.
Im Inneren des Kraftwerks konnte man durch eine zerbrochene Glasscheibe die Turbine sehen, die den Stromgenerator antrieb – eine anschauliche Erinnerung daran, wie der Mensch mit den Kräften der Natur zusammenwirkt. Hier wird nach wie vor die Bewegungsenergie des Wassers genutzt, um nachhaltige Energie zu erzeugen, genau wie man es seit Jahrhunderten mit Mühlrädern und Schmiedehämmern getan hat.
Ein Ausflug für Körper und Seele
Unabhängig von der Jahreszeit bietet das Naturschutzgebiet Lyngemadssjön eine Auszeit vom Trubel des Alltags. Der Sommer verwöhnt mit Vogelgesang und dem Duft des sonnengewärmten Waldes. Der Herbst bringt farbenprächtige Pracht und klare Luft mit sich. Der Frühling erweckt Moose und Boden zum Leben. Und der Winter? Er hüllt die Landschaft in eine stille weiße Decke – perfekt für eine beschauliche Wanderung inmitten gefrorener Schönheit.
Für alle, die ohne Kinder kommen – vielleicht mit ihrem Partner, einem Freund oder ganz allein – ist dies ein Ort, an dem man durchatmen, nachdenken und die Verbundenheit mit etwas Größerem spüren kann. Hier musst du nichts leisten, sondern einfach nur sein.
So kommst du hierher
Der Lyngemadssjön liegt etwa drei Meilen südlich von Jönköping, östlich des Hokasjön. Von Smålandstorpet aus ist er leicht mit dem Auto zu erreichen, und vor Ort gibt es gute Parkmöglichkeiten in der Nähe des Wanderwegs.
Nehmen Sie gerne einen Korb mit Kaffee mit – oder fragen Sie uns im Smålandstorpet nach einem Lunchpaket. Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich am See niederzulassen und bei dem Rauschen des Windes in den Bäumen einen Kaffee zu trinken.
Willkommen im Smålandstorpet – Ihrem Ausgangspunkt in der Nähe des Lyngemadssjön
Wenn Sie Ihre Wanderung durch Urwälder, vorbei an Watvögeln und Märchengeschichten beendet haben, ist es schön, nach Hause zu kommen. Im Smålandstorpet erwarten Sie eine warme Dusche, die Stille des Waldes gleich um die Ecke und vielleicht ein Abend in der Sauna. Wir bieten persönlichen Service, eine naturnahe Unterkunft und eine Umgebung, in der Ruhe herrscht.
Planen Sie einen Besuch im Naturschutzgebiet Lyngemadssjön? Dann ist Smålandstorpet der ideale Ausgangspunkt. Erfahren Sie mehr oder buchen Sie Ihre Unterkunft auf unserer Website – wir freuen uns darauf, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

